Dienstag, Juni 30, 2015

Krimskrams




Wochenplan.

Heute: Nochmal Blut abzapfen lassen. Wird wohl alles nicht so einfach in England mit den GB Services.
Ich bin mit dem Luxus aufgewachsen zu jedem von mir ausgewählten Arzt zu gehen, wann immer ich wollte.
Das wird in England nicht möglich sein.

Nachmittags holt eine Freundin noch Krimskrams ab.

Der Rest der Woche wird  wohl so ähnlich vergehen. Bekannte schauen vorbei, man verabschiedet sich und hofft bald voneinander zu hören.

Und dann diese Gefühle. Irrsinnige Freude, Aufgeregtheit, Nervosität und ein bisschen Wehmut. Das wohl Schlimmste wird am nächsten Dienstag sein, wenn ich meine beiden Koffer vor die Tür stelle und meiner Wohnung in der ich 18 Jahre gelebt habe, den Rücken für immer kehre. Ein neuer Besitzer wartet auf sie.

 Koffer packen kann ich immer noch nicht.

"In einem Jahr besuchen wir Luxemburg, irgendwann wirst du es vermissen", sagt Martin. Ich denke eher nicht. Die ersten Jahre zumindest nicht. Freunde gibts nicht mal eine Handvoll, Eltern und Großeltern leben schon länger nicht mehr. Es wird also kaum etwas geben was mich zurückzieht.

Also auf in die UK.




Freitag, Juni 26, 2015

Waschmaschinensex





Wenn niemand anruft, dann kann eigentlich nichts Bemerkenswertes für das Blog geschrieben werden.
"Du wirst haufenweise Leser verlieren wenn es keine regelmässigen Updates gibt", dachte ich.
Doch ich habe die Macht und Möglichkeit der geschriebenen Kunst dabei vergessen.Schnell mal ein Fakeprofil erstellen und auf Teufel komm raus unsinnige, dumme und provokative Kommentare und Nachrichten von sich geben, scheint momentan sowieso der Renner zu sein. Worte zu Sätzen formuliert die man sich nie zu sagen traute, sind jetzt ein Leichtes zu verbreiten. Und was man liest, schreibt und nicht hört kann ja eigentlich nur harmlos sein, oder?

Dass ich wegziehe weiss wohl jetzt jeder. Ich wollte von Anfang an keine Möbel mit auf die Insel nehmen und dachte dass es doch ein leichtes sein wird sie in den sozialen Netzwerken zum Verkauf anzubieten.
Alles kein Problem, die Wohnung ist zu 97% leer. Die Waschmaschine sollte aber schon bis wenige Tage vor der Abreise in meinem Besitz verweilen. Also habe ich sie erst in den letzten Tagen zum Verkauf angeboten mit dem Vermerk dass sie erst ab einem bestimmten Datum den Besitzer wechseln kann.

Das Schlafzimmer ist seit einigen Tagen beim neuen Besitzer und die Nächte auf einem Luftbett sind nicht die Besten. Also werden die Nächte lang. Aber unterhaltsam wenn seltsame Nachrichten eintrudeln.

Er: "Ist die Waschmaschine noch da?"

Ich: "Ja, die ist noch erhältlich."

Er:"Ok, ich nehm sie.Gib mir mal deinen Handyummer damit ich dich erreichen kann."

Ich. "Du kannst mich hier erreichen und eine Nachricht schreiben."

Er: "Nein nein, es ist besser du gibst mir deine Handynummer."

Ich: "Ich denke aber nicht!"

Keine Antwort mehr. Er wollte wohl nicht die Handynummer, sondern eine andere Nummer.

Vor 2 Wochen als noch niemand meine Wenigkeit kannte, habe ich einen Teppich verkauft. Ein junger Mann war der Käufer. Er kam vorbei mit einem Freund, beide prüften die Ware und schon war der Verkauf besiegelt.
Genau jener junge Mann, meldete sich gestern wieder.

Er: "Hey du, hast du sonst noch was ihm Verkauf? Ich möchte dich wiedersehen!"

Nein mein Junge, dieses "Sonst noch was" habe ich nicht im Verkauf. Gut dass fast alles weg ist.

Dazu kommt noch dieser unerträgliche Fotzenneid.
Eine junge Frau meinte: "Denk jetzt nicht, nur weil du Werbung gemacht hast, dass jeder Mann in Luxemburg interessiert an dir ist!"
Das Interview hat sie nicht ganz gelesen oder erst gar nicht verstanden.

PS an alle portugiesisch sprechenden Frauen in Luxemburg: 
Meine Wissens gibt es keine Anbieterin die Telefonsex in dieser Sprache im Land anbietet. Wollte ich nur mal gesagt haben. Avis aux amateurs!





Donnerstag, Juni 25, 2015

Nacktfotos, Callgirl und ficken ohne Ende!




Irrsinn. Nur so kann man das momentan beschreiben. 15 Minuten Ruhm. Das genügt durchaus um hinter die Kulissen dieses Wahnsinns einen Blick zu werfen. Und dabei sprechen wir hier über Telefonsex. Nix mit Beine breit machen, anschaffen, Pornodreh.


"Aber wenn die schon Telefonsex macht, dann braucht die Geld. Und wenn die Geld braucht, macht die auch noch was anderes."

Attention Attention! An alle die einen Nebenjob haben! Irgendwann landet ihr im Puff! Dies ist ein unausweichlicher Weg! Ihr kellnert abends noch? Haltet in eurem Freundeskreis Vorführungen von Plastikbehälter, Cremes, Parfums oder sonstig bestellbarem Kitsch um ein paar Euronen nebenbei zu verdienen? Es dauert nicht mehr lange und ihr werdet einen Plastikbehälter brauchen um eure Kondome sicher aufzubewahren, das Parfum um gut für eure Freier zu riechen und die Cremes ..... naja, ihr wisst schon.

Nachricht : "Hey, kann ich dich was fragen?"

Fragen um etwas zu fragen. Wenn es schon so anfängt, steckt immer eine recht delikate und persönliche Frage dahinter. Ich tippe auf ein "Wieviel fragst du für einen schnellen Fick?"
Lautet die Frage : "Hallo, ich bin XXX, 25 Jahre alt und wollte dich fragen ob du Lust hast auf nen Kaffee?", ist in Wahrheit ein Verstecktes : "Ich check dich beim Kaffee ab und dann gehen wir zu dir oder zu mir."
Die Fragen variieren und alle sind nur aus auf einen Fick. Ich habe Hunderte solcher Nachrichten. Und ich mag dieses "um den heißen Brei" herum reden gar nicht.
Und auch hier habe ich wieder Recht behalten.

Ich: "Ja?"

Er: "Hättest du Lust auf ein Treffen heute Abend?"

Wahrscheinlich hat er nur die Überschrift des Artikels wahrgenommen. Das Wort "Telefon" komplett ignoriert, meinen Namen in blinkenden Buchstaben aufleuchten sehen und gedacht, "hey, die will ficken, die schreib ich jetzt an!"

Den Rat von Freunden meinen Namen auf den sozialen Plattformen umzuändern habe ich nicht berücksichtigt. Weshalb auch? Wer jemanden finden will, der findet. 
80 Freundschaftsanfragen? Kein Problem. Mit einem Hinweis diese Anfrage doch bitte auf den Account der Phonebitch zu senden, leisteten die meisten Folge. 

Ich habe nicht mit Respekt gerechnet. Wozu auch? Zu Hause im Pyjama vor der Glotze liegen und mit ein paar "aaaaah's" Geld verdienen? 

Leben und leben lassen. 

Für alle Interessenten sind HIER und HIER die Links, in denen ich um Treffen mit Männern bettele um meine Haushaltskasse aufzufüllen. Nur für Eingeweihte ist zwischen den Zeilen zu lesen dass ich zu jeder Schandtat bereit bin. Es vermag doch schon unschierer Vorstellungskraft heraus zu lesen dass die Frau in den Artikeln ein "Callgirl" ist und wie in Kommentaren in den Sozialmedien beschrieben "Jetzt ihr Gesicht verloren hat". Bitte fühlt euch durch die in den Artikel vorhandenen lasziven Nacktfotos nicht zu sehr gestört. 

So, den Rest des Tages werde ich damit verbringen mein Gesicht zu suchen. Das liegt bestimmt unter dem Berg Reizwäsche oder den unzähligen Kondome die ich letztens in der Drogerie gekauft habe. 



>>SARKASMUS AUS<<





Dienstag, Juni 23, 2015

Outing




"Oh Mann, das hättest du nicht tun sollen!"

Das ist der Satz den ich in den letzten 2 Tagen am meisten zu hören bekommen habe. Ich will gar nicht wissen wie Homosexuelle sich fühlen wenn sie sich endlich outen.

Was mir aber am besten gefällt ist, dass viel Bekannte einfach nur sprachlos sind. Man hat mir diesen Nebenjob nicht zugetraut. Und das obwohl ich nun erst recht nicht auf den Mund gefallen bin. Die ersten dummen und hämische Kommentare unter den Artikeln prallen von mir ab. Man outet sich nicht ohne sich darüber bewusst zu sein dass es auch Kritik hageln wird.

Das Verrückteste aber, und damit habe ich nicht gerechnet:
21 Männer haben mich kurz nach der Veröffentlichung eines Artikels hier in Luxemburg kontaktiert um meine Nummer zu erhalten. Entweder haben sie nicht alles gelesen oder stehen darauf dass man Telefonsex fakt. Dieses "Sie ist 43 Jahre alt" scheint auch niemanden zu stören. Das war mir klar, wer weiss den schon ob nicht auch 50 jährige sich als 30 jährige übers Telefon verkaufen. Ok, mag ja sein dass mein Aussehen für die Herren nicht allzu abschreckend erscheint und sie auch noch über das Alter hinweg sehen .... aber ich fake! Es geht mir einfach nicht in den Kopf dass es da draußen Männer gibt, die mir trotz meiner Beichten anrufen wollen!

"Und wie soll es jetzt weitergehen?"

Erstmal umziehen. Nicht die Kleidung, sondern den Ort. Ach Quatsch "Ort" .... ich wandere ganz einfach aus.

"Würdest du ins Fernsehen gehen?"

Ich denke schon. Entweder würden die Telefonsexdamen einen Boom erleben oder auch nicht. Und man weiss ja dass über das Thema "Sex" nie genug im TV gesprochen wird. Warum also nicht mal eine Anbieterin in einer lustigen Talkrunde.

"Machst du in England weiter?"

Sobald ich sesshaft geworden bin (Wohnung usw), werde ich mir sicherlich eine Leitung zulegen. Engländer lieben Akzente und es wird mir sicherlich viel Spass bereiten. Nicht zu vergessen all die deutschen und französischen Auswanderer in England. Da gibt es sicherlich den einen oder anderen, der vielleicht mal gerne ein heißes Gespräch in seiner Muttersprache führt. Oder sonstige Telefonsexkunden die gerade auf Geschäftsreise in England verweilen.

"Wirst du dort besser verdienen als hier?"

Ich habe mir die Preise angesehen und sie sind wie hier in verschiedene Kategorien eingeteilt. Nur die steuerlichen Abgaben sind  natürlich wesentlich höher als in Luxemburg.
Der große Unterschied aber:  in Luxemburg leben circa 550.000 Menschen. In England über 53 Millionen.
Es gibt sogar einige Anbieter in den USA die ihre Anrufer auch nach England rüberleiten. Natürlich gegen eine gewisse Beteiligung am Umsatz.
Also denke ich dass ich durchaus mehr verdienen werde.

"Wird es ein zweites Buch geben?"

Kann ich nicht beantworten.Wenn die Nachfrage da ist, dann sicherlich.


Ach ja, Fussball. Ganz viel Fussball für mich in Zukunft An jedem zweiten Wochenende wird die Bitch definitif den Hörer nicht abheben. Da heisst es dann: Ab in den Old Trafford. 
Und falls noch Fragen offen stehen, einfach bei mir melden.




Mittwoch, Juni 17, 2015

Der leichteste Blowjob der Welt!




Ich habe alles gehört, ich habe alles gesehen.
Pustekuchen!



Kunde: "Hast du eine Kerze bei Hand?"

Ich: "Ja, hier irgendwo ist eine."

Ah, ich soll mir wohl die Kerze reinschieben. Leichter Job, solange ich sie nicht anzünden muss.

Kunde: "Ok, stell sie vor dich hin und zünde sie an. Bitte."

Mit Lügen fährt man in diesem Job zu 99% der Zeit sehr gut. Leider hat mich jetzt dieser verdammte 1% am Haken.

Ich: "Tut mir leid, Feuerzeug habe ich nicht bei Hand."

Kunde: "Ok, ich leg auf, du besorgst ein Feuerzeug und ich ruf in einer halben Stunde wieder an."

Zuerst einmal eine Kerze suchen. Klar hatte ich die nicht gerade bei Hand.

Eine halbe Stunde später:

Kunde: "Alles da?"

Ich: "Ja."

Kunde: "Gut. Zünde die Kerze an Und dann halte den Hörer nahe genug damit ich es höre. Ich will hören wie du die Kerze ausbläst."

Als ich die Kerze ausblase, höre ich ihn leicht aufstöhnen. Und er will es nicht nur einmal hören, sondern mindestens zwanzig Mal.

Kunde: "Kannst du gegen die Flamme blasen, nur leicht damit ich das Flackern höre. Sie soll nicht ausgehen."

Mein liebes Herzchen, ich stell hier 100 Kerzen auf wenn du nochmal 30 Minuten dranbleibst.

Er stöhnt und kommt. Bedankt sich artig und fragt ob ich auch mehrere Kerzen habe. Ich antworte ihm ehrlich dass ich nur 2 oder 3 habe aber gerne noch welche besorgen kann wenn er will. Teelichter seien auch in Ordnung meint er. Und die bekommt man ja schon in einer Grosspackung.

Am Freitag ruft er wieder an. Und ich werde ihm gehörig einen blasen. Oder gleich mehrere.