Freitag, August 22, 2014

Männlich, ledig, jung sucht Samenspender





Faszination und Abscheu, Ekel und Abneigung. Genau das beschreibt meine Gefühle wenn er mich anruft.
An unser erstes Gespräch kann ich mich noch so gut erinnern als wenn es gestern gewesen wäre.


Kunde: "Hallo du. hast du irgendeinen Idee wie ich an Sperma komme?"

Ich: "Na hey, hast du selbst keines?"

Kunde: "Ja klar doch. Aber ich bevorzuge den Geschmack von anderen. Und in nicht gerade handelsüblichen Mengen!"

Ich: "Handelsübliche Mengen? Also das musst du mir alles jetzt mal ausführlich erklären. Du weisst schon dass du hier auf einer Telefonsexhotline gelandet bist? Ich bin nicht gerade die, die mit Sperma handelt wie andere mit Drogen."

Kunde: "Nun, vielleicht hast du einen Freund. Und wenn er "kommt", kannst du es für mich sammeln und in einen Behälter tun. Wir treffen uns irgendwo, ich geb dir eine schöne Stange Geld und du mir den Behälter."

Und die ganze Zeit denke ich wie widerlich sich das anhört. Ich will auch gar nicht in Erfahrung bringen was er damit tut. Aber genau das erzählt er mir sofort.

Kunde: "Ich mag den Geschmack und könnte es literweise trinken. Am liebsten von verschiedenen Männern. Einen richtig schöner Cocktail."

Ich: "Ehrlich jetzt? Du trinkst Sperma von Männern die du nicht kennst? Hast du den keinen Freund?"

Kunde: "Um Gottes willen! Ich bin nicht schwul! Da hast du was falsch verstanden."

Ich: "Nicht schwul? Aha."

Das hört sich an wie: Ich mag Milch ganz gerne. Aber Kühe überhaupt nicht.

Ich: "Wie kriegst du dann deine Ware eigentlich? Wenn du sie mal ergatterst."

Meine Neugierde übersteigt meinen Ekel. Spricht er Freunde und Bekannte auf ihr Sperma an und fragt ob sie es mal eben für ihn eintüten können?

Kunde: "Nun, ich fahre tatsächlich zu Schwulentreffpunkte und probiere Kontakt zu den Jungs zu kriegen. Für Geld tun die es. Aber leider nicht viele. Und halt übers Internet in Foren suche ich nach potenziellen Spendern. 
Aber jetzt mal ehrlich. Kannst du mir wirklich nichts besorgen? Oder einfach mal bei Kunden von dir nachfragen ob sie sich dazu bereit erklären? Ich werde dich für jeden Kontakt den du mir vermittelst auch belohnen."

Und seitdem ruft er manchmal an und fragt ob ich schon Erfolge bei der Suche verbuchen kann.
Immer wieder verneine ich da ich meine Kunden erst gar nicht frage.





Donnerstag, August 21, 2014

Fetisch Teil 2 oder: Keiderkollektion "Mama"





Apropos fetisch, da können mein Kunden natürlich auch Einiges dazu beitragen. Zu den recht außergewöhnliche Fetische meiner Kunden gehört ohne Zweifel dieses Schmankerl. Lustig und doch sehr außergewöhnlich.

Oder wie der Kunde, ein passionierter Motorradfahrer, den nichts mehr antörnt als seinen über alles geliebten Helm zu tragen, während er es seiner Freundin von hinten besorgt.
Auf meine Frage ob er auch manchmal ein  "Brummbruuuuummmm" von sich gibt, antwortete er ehrlich mit "das sei schon mehrmals vorgekommen". Das führt dazu dass ihn alleine das Motorradfahren sexuell erregt da er da ja den Helm trägt.

Und dann ein ganz aktueller Fall.

Die Mutter des Kunden ist seit kurzem verstorben. Er ist traurig und glücklich zugleich. Endlich hat er Frauenkleider, nichts davon wird er jemals weggeben. Seiner Familie hat er natürlich mitgeteilt sämtliche Kleidung entsorgt zu haben. Immer wenn er anruft trägt er Kleidungsstücke seiner Mutter.

Ich: "Ah, und was trägst du heute aus der Kollektion "Mama"?"

Kunde: "Ein wunderbar geblümtes Kleid und dazu ihre grünen Gummistiefel. Die sind zwar etwas klein aber egal. Und ich mein Haar mit einigen ihrer Spangen dekoriert. Ich sehe jetzt richtig hübsch aus. Und es macht mit scharf wenn ich das Kleid heben muss um an meinen Schwanz zu gelangen."

Oft zieht er sich mehrmals am Tag um, kombiniert immer neu. Auch wenn er kein offensichtliches Auge dafür hat.
Ich denke dass dieser Fetisch eher harmlos ist. Nicht so wie der Sperma-Mann. Widerliches Zeug. Davon morgen mehr.




 

Mittwoch, August 20, 2014

Sushi, Swimmingpool und Highheels. Das aussergewöhnliche Fetischprogramm



Fetische können lustig sein. Solange man selbst nicht davon betroffen ist. Genau das denken viele. Aber im Grunde genommen haben wir alle einen Fetisch. Recht außergewöhnliche Fetische sind nach wie vor im Land der aufgehenden Sonne verbreitet oder werden dort mal eben erfunden.

Auf Platz 3 der beliebtesten Fetische aus Japan:
Mit Highheels Sushi zertrampeln.







Auf Platz 2:

Junge Studentinnen,die in ihrer Schuluniform unterwegs zu einem Bewerbunggespräch  mal gerade "zufälligerweise" an einem Swimmingpool vorbeikommen und reinfallen. Aber das ist bei weitem noch nicht der Höhepunkt. Es folgt "blasen", nein, nicht das blasen was Sie jetzt meinen, ich spreche hier von Seifenblasen. Gefolgt von Bällen und Gummientchen mit denen gespielt wird. Und zum Abschluss darf dann mit klitschnasser Uniform seilgesprungen werden.








Auf Platz 1:

Wir ziehen uns mal wieder Highheels an und betreten Häuser. Hört sich nicht so dramatisch an? Doch, weil es an vielen Stellen in Japan ein absolutes No-Go ist. Wie auch das Betreten mit Schuhen in vielen Restaurants, Tempeln und Schulen. Ach Japan, wir hier in Europa sind ja soooooo langweilig.
















Mittwoch, Juli 30, 2014

Runtergelassene Hose oder "Wie blowjobe ich meinen Chef?"







Normalerweise komme ich mit ein wenig Rumgestöhne und kurzen Beschreibungen meiner Genitalien zu einem Ergebnis bei meinen Kunden.
Nicht so bei Marc* (*Name selbstverständlich geändert). Bis zum Ziel vergeht eine Stunde und das nicht mit ein paar eingeworfenen "Aaaaahhhhhh's", hier muss ich meine komplette Fantasie zu Tage bringen und ihm Geschichten erzählen, die immer wieder unterbrochen werden da sie ihm nun gar nicht in den Kram passen.
Und Fragen. Damit treibt er mich zeitweise in den Wahnsinn.Unsinnige Fragen.
Die ich sogar zeitweise genervt beantworte und eigentlich erwarte dass er beleidigt auflegt. Nein, stattdessen entschuldigt er sich und schickt Küsschen durchs Telefon.

Marc: "Hallo du. Was hast du an? Wo bist du gerade und was tust du?"
Ich: "Hi Marc, wie gehts dir denn so? Alles klar bei dir?"

Zuerst mal die Fragen ignorieren. Eigentlich soll er das schon kennen. Dieses kleine Spiel wiederhole ich immer wieder.

Marc: "Ja mir gehts gut. Was hast du denn an? hast du heute wieder deinen Boss gefickt?"

Irgendwann stellte er mir die Frage ob ich mit meinem Boss ficken würde und da sich mir die Möglichkeit einer neuen, schier unendlich erfundenen Geschichte auftat, bejahte ich die Frage.

Marc: "Hast du deinen Boss wieder gefickt? Was hatte er an?"
Ich: "Aber natürlich habe ich ihn wieder gefickt. Er hatte ein graues Hemd, rote Krawatte und eine schwarze Hose an."

Die nachfolgende Frage ist wichtig. Und immer dieselbe. Immer.

Marc: "Hatte er die Hose komplett runter oder war sie nur bis unter den Hintern runtergezogen?"
Ich: "Nur bis unter den Hintern gezogen."
Marc: "Hast du den auf ihm gesessen?"
Ich: "Nein, ich war unter dem Schreibtisch und hab ihm einen Blowjob verpasst."
Marc: "Wieso?"

Ja, solche "wieso" oder "weshalb" schmeißt er immer gerne ein und dann liegt es an mir ihm eine ausführliche Erklärung zu liefern.

Ich: "Nun, heute wollte er eine schnelle Nummer und vor allem einen Blowjob."
Marc: "Ok. Aber weshalb hat er dann die Hose nicht komplett runtergezogen?"
Ich: "Nun, es sollte schnell gehen und deshalb war er zu faul sie runterzuziehen."
Marc: "Seine Schuhe ...... hatte er sie noch an?"
Ich: "Weshalb sollte er seine Schuhe ausziehen?"
Marc: "Ich weiss nicht. Sag du es mir?"

Das sind dann so die Momente wo meine Antworten in die Richtung "ich bin doch jetzt sehr genervt" gehen.

Ich: " Jahaaaaaa, er hatte seine Schuhe noch an. Da er zu faul war seine Hose auszuziehen, war er auch zu faul seine Schuhe auszuziehen!"
Marc: "Oh, bitte nicht böse sein. Ich liebe dich doch!"
Ich: "Ich dich doch auch mein Schatz."

TROMMELWIRBEL .............

Marc: "Wieso eigentlich?"
Ich: "Wieso eigentlich was?"
Marc: "Wieso liebst du mich eigentlich?"
Ich: "Weil du mein Schatz bist - das Gesagte
        Weil ich eigentlich sehr viel Geld mit deinen Fragen verdiene und du mir im Grunde gewaltig auf die
        Nerven gehst. - das Gedachte
Dann schickt mein Telefonliebhaber ein Küsschen durchs Telefon.

Das Telefonat dauert eine Ewigkeit und meine Stimme gibt nach einem Gespräch mit Marc fast auf. Das hier war nur ein Bruchteil eines Gesprächs. Ich könnte Seiten füllen nur über Marc-Gespräche.